Abgeschlossen

Neu Beginnen? Informationslücken über Geflüchtete und Asylsuchende in Berliner Not- und Gemeinschaftsunterkünften schließen

In Zusammenarbeit mit dem Refugee Rights Data Project veröffentlichte Hiwarat e.V. (unter dem ehem. Namen Friedenskreis Syrien e.V.) am 23. März 2017 den Bericht

“Neu Beginnen? Informationslücken über Geflüchtete und Asylsuchende in Berliner Not- und Gemeinschaftsunterkünften schließen”.

Der Bericht gibt einen Überblick über die Lebensbedingungen und Erfahrungen von in Berlin lebenden Geflüchteten und Asylsuchenden. Es wird ein Einblick in ihre Menschenrechtssituation gegeben, insbesondere zu Menschenrechtsverletzungen, zur Sicherheits- und Wohnsituation, sowie zu den Hoffnungen und Zielen für die eigene Zukunft der Bewohner*innen der Berliner Flüchtlingsheime.

Die Studie wurde vom 17. bis 21. Dezember und vom 4. bis 6. Januar in Berlin durchgeführt. 12 Personen mit akademischem Hintergrund interviewten insgesamt 390 Geflüchtete auf Deutsch, Arabisch, Englisch, Dari, Russisch und Tigrinya. Die Interviews wurden anhand eines halb-standardisierter Fragebogens vorallem in acht Gemeinschafts- und Notunterkünften durchgeführt. Alle Befragten waren volljährig, wobei 21,4% von ihnen Frauen und 78,6% Männer waren.

Der Bericht zielt darauf ab, mehr Aufmerksamkeit auf die Lebenssituation der Asylbewerber und Flüchtlinge in Berliner Unterkünften zu lenken. Dabei thematisiert die Studie die wichtigsten Stationen auf dem Weg zum Asyl: Ankunft in Deutschland, Erfahrungen mit dem Asylsystem, Alltägliche Lebensumstände, Integration und Zukunftspläne. Die Studie zeigt, wie verschiedene Maßnahmen von administrativer Seite umgesetzt werden um die Grundbedürfnisse der großen Zahl von geflüchteten Menschen zu erfüllen – dies aber nur mehr oder weniger erfolgreich. Deutlich gemacht wird außerdem, welche Herausforderungen dieser sich in die Länge ziehende Prozess mit sich bringt.

Lest den Bericht hier.

An dieser Stelle möchten wir unserem Partner, dem Refugee Rights Data Project, für die wunderbare Zusammenarbeit danken, ebenso wie der Refugee Academy für Ihre Unterstützung, vor allem beim Ausrichten der öffentlichen Präsentation des Berichts in Berlin.

Fotografien aufgenommen von Fabienne Karmann Photography.